17 Jungen und vier Mädchen auf Piratentour

Bericht vom Pfingstcamp in Gifhorn, 26.-29.5.2007 Vier Tage, über Pfingsten, verbrachten 21 Kinder mit sechs Teamern beim Pfingstcamp der Ev. Jugend der Propstei Vorsfelde im Welfenhof in Gifhorn. Um das Pfadfinderhaus mit Küche, Sanitärräumen und Versammlungsraum wurden die Schlafzelte und ein großer Sonnen- und vor allem Regenschutzpavillion aufgebaut. Die Kinder waren von Vorsfelde aus mit eigenen Fahrrädern in der Rekordzeit von 2 Stunden und 15 Minuten auf Wohnstraßen, Feld- und Waldwegen angereist, das Team hatte vier Stunden dafür einkalkuliert.

Wer glaubt, dass diese Radtour den Kinder gereicht hätte, irrt: während der ganzen Freizeit fuhren die Kinder auf dem Gelände herum, probten Stunts und Stürze, zwei Reifen mussten geflickt und ein Reifen erneuert und Bremsen und Lenkstangen justiert werden.

Das Wetter war wechselhaft, schien auf der Hinfahrt noch die Sonne, unterbrach ein Regenguss das erste Essen und sorgte für Durcheinander beim mitgebrachten Essgeschirr. Bis zum Ende der Freizeit hatten nicht alle ihr eigenes Geschirr wieder, wobei festgestellt werden konnte, dass Geschirr prinzipiell die Eigenschaft besitzt, zu den Mahlzeiten unauffindbar zu sein.

Ein schweres Gewitter in der Nacht und umherstreifende Füchse ängstigte 1 1/2 Stunden lang Kinder und Team, aber das Haus bot Schutz, unbequem auf Stuhlkissen und mit dünnen Tüchern.

Unter dem großen Pavillion konnten am Sonntagvormittag Piratentücher, Flaggen, Armbänder, eine Augenklappe und ein Gürtel gestaltet werden, der Montagvormittag machte die Piratenausstattung mit dem Säbel, der gefeilt, geschliffen und lackiert werden musste, perfekt.
Nach dem Mittagessen (Fischstäbchen, Kartoffelbrei und Erbsen mit Möhren) schien die Sonne und die Piratenschar machte sich auf den Weg zum Tankumsee. Dort wurde unter anderem gebadet, bis zur Pontoninsel geschwommen, mit Matsch geworfen und einem Beachsoccerspiel zugesehen.
Alle Hoffnungen darauf, dass der große Regenguss rechts vom Tankumsee vorbeiziehen würde, wurden enttäuscht und fast alle stellten sich beim Grillpavillion unter. Nur wenige Wagemutige trotzten den Naturgewalten unter belaubten Bäumen, die dann schließlich doch aufgegeben werden mussten. Den Abend verbrachten die Kinder im trockenen Haus und sahen auf der Großleindwand den Film „Hook“.

Am Montagnachmittag konnte die große Schatzsuche stattfinden. An sechs Stationen mussten die Kinder ihre piratischen Fähigkeiten beweisen: Segelboote bauen, einen Hindernissparcour mit starker Sehbehinderung überwinden, den Wassereinbruch ausschöpfen, einen Geheimtext dechiffrieren, verzwickte Seemannsknoten herstellen und lösen und beim Bogenschießen mit acht von neun Pfeilen einen Zielscheibe treffen. Konnte die jeweilige Aufgabe gelöst werden, bekam die Gruppe eine Codezahl auf die Schatzkarte geklebt. Mit dem kompletten Code konnte dann ein echter Tresor geöffnet werden, der Goldtaler enthielt.

Trotz der Feuchtigkeit wurde abends ein Lagerfeuer entfacht, während sich die ganze Bande auf die Suche nach frischen Stockbrotstöcken machte, die anschließend auch mit Schnitzmessern verziert wurden. Als ausreichend Glut vorhanden war, wurden die Stöcke mit Hefeteig bestückt und das mehr oder weniger geduldige Backen konnte beginnen. Sowohl angebrannter als auch roher und durchgebackener Teig schmeckte mit Schokocreme, Marmelade oder Tsatziki. Nieselregen beendet gegen 22 Uhr das Essen. Nach dem Zähneputzen, der allabendlichen Andacht und dem Segen schliefen alle sehr gut ein.

Am Dienstag musste schon wieder gepackt werde. Bei anhaltendem Nieselregen wurde gefrühstückt, die Zelte aufgeräumt, das Gepäck verpackt und in den Anhänger geladen, die Fahrräder gesattelt und hergerichtet und angefangen, das Haus aufzuräumen. Um 12 Uhr zeichnete sich ab, dass der Regen auch nachmittags nicht enden würde und das Team entschied sich dazu, die Eltern anzurufen und abzufragen, welche Kinder abgeholt werden könnten. Die Wartezeit wurde durch Singen im Versammlungsraum überbrückt. Um 15 Uhr wurden die letzten drei Kinder mit dem Bulli, ihren Fahrrädern und ihrem Gepäck nach Vorsfelde gebracht, wo sie pünktlich um 16 Uhr abgeholt wurden.

Für das Team war aber noch lange nicht Schluss, denn das Haus konnte erst ohne die Kinder richtig sauber gemacht und das Gruppengepäck verstaut werden. Erst um 20 Uhr war bis auf die Zelte alles wieder an seinem Platz in Brechtorf, die Zelte konnten erst am nächsten Tag, als sie trocken waren, abgebaut werden.

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