Bericht über das Kinderzeltlager

„Aborigines, Didgeridoo und Känguru“

Ankunft 1

Vom 29.6. bis 12.7.2009 verbrachten insgesamt 51 Kinder und Teamende eine Zeitreise in „Ansveruskreuz-Australien“ in Einhaus am Ratzeburger See, denn das gesamte Zeltlager war als ein Rollenspiel konzipiert. Die Spielidee orientierte

sich am Thema „Australien“ und auch alle Programmpunkte und Inhalte der Spiele.

Ankunft 2

Ankunft 2

Die Kinder erreichten „Australien“ am Anreisetag in der Jetztzeit, sie beantragten ein Visum, bei dem sie „australische“ Fähigkeiten nachweisen mussten: einen Fragebogen richtig beantworten, ein Vegemite-Toast mit Genuss essen und auf einem Surfbrett stehen. Sie erhielten eine laminierte Visum-Karte, die die bestandene Prüfung belegte. Weiterhin wurd am ersten Tag von jeder/jedem eine Kröten-Geldbörse (Aga-Kröte) hergestellt, die als Brustbeutel fungieren konnte. Die Zeltgruppen gestalteten,

Zelt 1

Zelt 1

Zelt 2

Zelt 2

nachdem sie sich über ein australisches Tier informiert hatten, ein australisches Straßenschild (1 qm, Roadsign) mit dem ausgesuchten Tier, das vor dem Zelt aufgestellt wurde. Als Informationen standen Zusammenstellungen aus dem Internet (Wikipedia) und diverse Tierbücher zur Verfügung, die Teamer hatten sich entsprechend vorbereitet.

Zelt 3

Zelt 3

Zelt 4

Zelt 4

Zunächst wurden in den Handwerkergruppen Artikel des heutigen Australiens hergestellt, besonders beliebt waren Alarmanlagen und Strandstühle. Die Region wurde mit einer Ortsrallye erkundet, die Zeltlagerregeln mit einem Geländespiel vermittelt.

Nach drei Tagen tauchten 3 „Forscher“ (in weißen Kitteln) auf, die die Kinder um Mithilfe baten. Es sei gelungen, eine Zeitmaschine zu bauen. Da aus der Aborigines-Zeit wenig überliefert sei, da es nichts Schriftliches gab,

Zelt 6

Zelt 6

Zelt 5

Zelt 5

sollten die Kinder in die Vergangenheit reisen und Artefakte mitbringen. Die Zeitmaschine gebe die nötige Energie, sich in die Vergangenheit zu bewegen, die Reisegeschwindigkeit werde aber immer langsamer und sich irgendwann wieder umkehren.

In Zeltgruppen wurde die Zeitreise angetreten. Dazu wurde der Anhänger

Forscher 1

Forscher 1

komplett verdunkelt (Silofolie), mit Schwarzlicht und Stroboskop (jeder Blitz ein Zeitreisetag) ausgestattet und eine Flugreiseähnliche Ansage produziert. Auf einem unebenen Waldparkplatz konnte dann mit dem Anhänger einen kurze Rundstrecke gefahren werden. Die Teilnehmenden nahmen außer dem Wackeln, Beschleunigen und Bremsen keine Ortsveränderung wahr, der Hänger stand bei Abfahrt und Ankunft an der gleichen Stelle. Bei der Ankunft waren die „Forscher“ verschwunden, auf

Zeitreise

Zeitreise

dem Zeltplatz waren von den Straßenschildern nur noch die Tiere vorhanden.

Bei den Handwerkergruppen wurden jetzt Didgeridoos, Burmerangs, Sandschlangen und Spinnen hergestellt.

Ein Geländespiel nach dem Film „Long walk home“ führte die Kinder in die Situation der „gestohlenen Generation“ ein. Bis in die 1970er Jahre wurden Aborigenes

Strandstühle

Strandstühle

Kinder in staatliche Erziehung überführt um die Aborigenes-Kultur zu zerstören. Immer wieder flohen Kinder aus den Heimen, quer durch Australien, entlang des „rabbit-proof fence“. Das Geländespiel

Floß

Floß

stellte die Situation nach:
Die Kinder (Aborigenes) mussten in den Zeltgruppen am Ziel (Touristinformation Ratzeburg) ankommen. Sie bekamen ein Lebensband, immer zwei Kinder die gleiche Farbe. Auf dem Weg vom Zeltplatz zum Infopoint waren Teamer (Einfänger) versteckt, die versuchten, die Lebensbänder abzureißen. Das Kind mit jeweils der gleichen Farbe musste mit den gefangenen Kind zurück zu einer Station, dort Aufgaben lösen und beide bekamen ein neues Lebensband. Insgesamt gab es 4 Stationen. Dieses Spiel hat sowohl dem Team als auch den Teilnehmenden viel Spaß gemacht.

Bergfestband

Bergfestband

In der Gesamtzeit waren die beiden Tagesfahrten (jeweils Donnerstags) eingefügt: zu den Karl May Spielen und in den Hansapark. Beide Ziele hatten die Kinder aus einer Auswahl von Möglichkeiten selber ausgesucht.
Rückreise: Über Nacht waren plötzlich die Roadsigns wieder vorhanden, die Forscher begrüßten die Kinder wieder. Eine Museumsaustellung, bei der die Kinder den Forschern die „Artefakte“ erklärten, war Abschluss der Spielhandlung.
Es gab jeweils vormittags, nachmittags und abends ein 1,5 bis 2,5 stündiges Programm, Handwerkergruppen, Gruppenspiele, Rallyes, Wettkämpfe oder

Turm

Turm

Ausstellung 2

Ausstellung 2

Fahrten.
Jeden Morgen gab es ca. 30 Minuten ein „Frühstücksradio“ mit Liedwünschen, Ansagen von Teilnehmenden, Trend des Tages und Vorstellung des Programms.
Folgende Handwerkergruppen fanden statt: Krötengeldbörse, Bumerang, Batiken, Schnabelkuscheltier, Alarmanlage, Strandstuhl, Floßbau, Didgeridoo, Brot backen, Schmuck aus Naturmaterial, Survival, Steine bemalen, Spinne, Sandschlange, Aussichtsturm, Schwirrholz
Folgende Gruppenspiele wurden durchgeführt: Regelspiel, Ortsrallye, Lagerfeuer + Stockbrot, Zeitreise, Baden gehen, Wettkampf-Hol-Spiel, Quiz, Lang walk Home, Wettkampfspiel, Zeltduell.

Forscher 2

Forscher 2

Ausstellung 1

Ausstellung 1

Füße

Füße

Schlafen

Schlafen

Es gab zwei Feste, Bergfest und Ausstellung. Beim Bergfest wurde von jeder Zeltgruppe ein Programmpunkt auf der Bühne vorgetragen, es wurde gegrillt und am Lagerfeuer gesungen.
Bei der Ausstellung gestaltete jede Zeltgruppe einen Ausstellungstisch mit den hergestellten Gegenständen, die Forscher ließen ausführlich über Verwendung und Zweck berichten. Es wurden Gruppenfotos vor den Zelten mit den Roadsigns gemacht. Am letzten Tag gab es eine Disco.

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