Kinder können klasse: andere Kinder glücklich machen

In der ersten Sommerferienwoche sägten, schliffen, schraubten und malten zwei Jungen und zwei Mädchen zusammen mit Jochen Meißner-Warnecke und Marvin Schulze an dieser Matschküche aus Paletten:

Das Ergebnis von vier Tagen Arbeit: eine Matschküche für den Kindergarten St. Raphael

Nach dem Frühstück überlegt die Gruppe gemeinsam, was in der Woche alles gemacht werden soll. Aus vier möglichen Projekten wird die Matschküche ausgesucht. Zum Mittagessen soll es am Montag Hotdogs, am Dienstag Pizza, am Mittwoch selbst gerillte Hamburger, am Donnerstag Picknick und am Freitag Lasagne geben. Die Freizeit darf natürlich auch nicht zu kurz kommen: Kanu fahren, Schwimmbadbesuch, Sommercamp beim Paläon, Trampolin springen und Bogen schießen werden geplant. Dann geht es los: Der Pavillon wird aufgebaut, Bänke und Tische aus den Garagen geholt, das Werkzeug und die Palletten zusammen gesucht.

stundenlang hört es sich an, als ob ein Hornissenschwarm im Anflug wäre

Zunächst wird mit vier Schleifmäusen geschliffen, stundenlang hört es sich an, als ob ein Hornissenschwarm im Anflug wäre. Danach werden weitere Paletten zerlegt, Bretter zugesägt, gebohrt und angeschraubt, bis am Mittwoch die Gundform zur farblichen Gestaltung fertig ist. Zwischendurch muss eingekauft werden und das weitere Programm braucht seinen Platz. Aber bis Mittwochabend muss alles fertig sein, da die Küche am Donnerstag, dem letzten Kindergartentag, gegen 10 Uhr übergeben werden soll.

… bis die Gundform zur farblichen Gestaltung fertig ist

Fertig!

Am Donnerstag wird nach dem Frühstück alles in den Bulli gepackt, was platzmäßig durchaus eine Herausforderung ist, und zum Kindergarten gebracht.

Im Kindergarten-Garten wird alles ausgeladen

Eine schattige, geschütze Rollenspiel-Ecke wird als Standort ausgesucht, noch ist ausreichend Platz zum Aufbau.

Bald findet sich ein interessiertes und fachkundiges Publikum ein, noch in respektvollen Abstand. Einige Kinder suchen auch schon Eimer, Kellen, Töpfe,…

Dann jedoch finden die Aufbauer kaum noch Platz, …

… um die letzten Schlossschrauben mit selbstsichernden Muttern zu befestigen.

Nach dem Abschlussfoto will die Gruppe weiter zum Paläon, beim Einstegen in den Bulli stellen die Kinder verwundert und überrascht fest: „Die Kleinen fangen schon an, mit der Küche zu spielen!“ Später wird aus dem Kindergarten berichtet, dass ein Kind beim Mittagessen über die Küche gesagt habe „ich glaube, heute ist Weihnachten“, und die Kinder dann angefangen haben, Weihnachtslieder zu singen.

Nach dem Picknick beim Paläon nimmt die Gruppe dort am Sommercamp für Kinder teil. Einem Forscher muss als Gruppe geholfen werden, unwiederbringliche Schriftzeichen zurück zu bekommen. Dazu müssen viele schwierige Aufgaben gelöst werden.

Mit dem „Steinzeitbogen“ muss der Wolf erlegt werden, mit Speeren und Speerschleudern muss das Krokodil vertrieben werden.

Immer wieder gibt es Hindernisse auf dem Weg. Hier muss diese gefährliche Brücke überquert werden, dabei soll sie 5 Sekunden in der Waage stehen und dann sanft auf der anderen Seite aufsetzen

Schließlich sind alle Schriftzeichen gefunden. Sie enthalten, in der richtigen Kombination von Rechnen und Reihenfolge, auch den Code für …

… den Schatz, gesichert durch ein Tressorschloss. Jochen: „So eins kaufe ich mir auch für die Anhänger, dann bekommt sie niemand mehr auf. Erste Zahl: 3x in Uhrzeigersinn, zweite Zahl: 2x entgegen Uhrzeigersinn, dritte Zahl: 1x in Uhrzeigersinn.“

Nach dem Abenteuer nehmen alle an der Führung im Museum teil. Die Anzahl der Treppenstufen verdeutlicht … (ein Geheimnis, das alle selber im Paläon bei einer der tollen Führungen miterleben müssen).

Die ganze Woche ist es sonnig und heiß, abgesehen von zwei Stunden am Freitag, in Gifhorn bei der Kanutour auf der Ise. Die Bewölkung deutet es schon an. Nach dem Abladen und zu Wasser lassen der Kanus fallen auf der Hinfahrt zum Wendepunkt ungefähr 0,5 mm Niederschlag, auf dem Rückweg ist wieder alles sonnig. Nach dem Mittagessen in Vorsfelde wird nocheinmal mit Pfeil und Bogen geschossen und einige erreichen richtig gute Ergebnisse. Auch auf dem Trampolin kann gechillt werden. Dann ist die abwechslungsreiche und produktive Woche vorüber.

Vielen Dank an Marvin, von dem auch die Paläonfotos sind, für die zuverlässige Mitarbeit. Es war ein schönes Projekt mit dir und die Kinder sind begeistert von dir.

Das Paläon in voller Größe

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