Reise ins Märchenrollenspiel

Unser König

Bericht über das Kinderzeltlager

„Rumpelstilzchen, Dornröschen und die sieben Stadtmusikanten“ in Haselünne vom 28.6.-11.7.2010
(Fotos: Susanna und Laura-Ruth)

Auf einem Vorbereitungsseminar und an einem Praxistag wurde vom 12 (13) köpfigen Team die Idee und das Konzept des Kinderzeltlagers entwickelt, vorbereitet und soweit es ging ausprobiert.

Für die gesamte Zeit wurde ein Rollenspiel konzipiert. Am Thema „Märchen“ orientierten sich die Spielidee und alle Programmpunkte und Inhalte der Spiele.

 

Die Kinder reisen in den Märchenwald, in dem die Hexe alle Zwerge (bis auf einen) weg gezaubert hat. Deswegen müssen die Kinder die Aufgaben der Zwerge in den Zwergenwerkstätten übernehmen. Sie werden für ihre „Arbeit“ mit Goldnuggets bezahlt.

 

Patrick der Gestiefelte Kater

Bei der Ankunft werden sie von den Märchenfiguren begrüßt und in die Spielhandlung eingeführt. An drei Schaltern erfolgt die Einreise ins Märchenland. Dazu müssen Formulare (bekannte Märchen, was ist Lieblingsmärchen, mit wem zusammen im Zelt, …) ausgefüllt werden.

Zwergenwerkstatt

Die Kinder einer Zeltgruppe gestalten ein Zeltschild mit Namen oder Motto. Damit sie die Nuggets sicher aufheben können, nähen sie Geldbeutel.

Es gibt jeweils vormittags, nachmittags und abends ein 1,5 bis 2,5 stündiges Programm: Zwergenwerkstatt, Gruppenspiele, Rallyes, Wettkämpfe oder Fahrten.
Folgende Zwergenwerkstätten fanden statt: T-Shirt batiken, Gartenthermometer basteln, Frühstücksbrettchen sägen und brandmalen, Floßbau + -fahrt, Postkartenhalter „Krone“ basteln, Memohalter „Frosch“ kneten, Perlentiere herstellen, Märchenbrettspiel erstellen, Zauberspiegel basteln, Schatz/Schmuck-Truhe herstellen, Seidenpapierlampe basteln.

Das Chaotenspiel

Folgende Gruppenspiele wurden durchgeführt: „Chaotenspiel“ (Gruppenspiel mit Aufgaben für die Gruppe und Platzerkundung), „Nobody is perfect“ (Ratespiel), Ortsrallye Haselünne, Nachtgeländespiel (Aneinander vorbei schleichen), Baden gehen, Sportspiele (Zwergenhalma (=Brennball), Volleyball, Fußball), Fußball WM ansehen (zwei ausgewählte Spiele).

Die böse Hexe

Es gab zwei Geländerollenspiele. Bei „Versöhnung der Prinzen“ musste ein „Kriminalfall“ gelöst werden: Die Prinzen sind zerstritten, der König verschwunden, das Märchenreich droht ins Chaos zu stürzen. Die Zeltgruppen hatten die Aufgabe, die Verwicklungen zu lösen und die Prinzen wieder zu versöhnen.

Treckerfahrt

Am Vorabend des „Hänsel- und Gretel- Tages“ hatten sich Fee und Hexe gestritten, wer die größere Macht hätte. Dazu wurden sowohl von der Hexe als auch von der Fee über Nacht Zeltgruppen ausgewählt, die mit einem goldenen Ei die Aufgabe bekamen, den größtmöglichen Gegenstand einzutauschen und zum Platz zu bringen. Tauschketten waren möglich. Dann wurden die Zeltgruppen mit Teamern 12 bis 15 Km vom Platz ausgesetzt und mussten zum Platz bis zum nächsten Morgen zurückfinden und einen Gegenstand tauschen.
Diese Spiel hat allen viel Spaß gemacht und interessante Erfahrungen ermöglicht. Eine Gruppe wurde auf einem Bauernhof versorgt und durfte im Heu schlafen, eine Gruppe ertauschte eine(n) Trecker(fahrt) mit Anhänger, der sie zum Platz zurück brachte, einer Gruppe gelang es, den Erlös der Straßenmusik (€ 1,05) in sieben Döner für die Gruppe zu verwandeln. Alle Gruppen wurden sehr gastfreundlich aufgenommen. Die Gruppen brachten als Gegenstände mit: eine Matratze, einen Sonnenschirm mit Ständer, einen Gartenstuhl und einen runden Beistelltisch.

Das Bergfest

Es gab zwei Feste, Bergfest und „Markt“. Beim Bergfest wurde von jeder Zeltgruppe ein Programmpunkt auf der Bühne vorgetragen und es wurde gegrillt. Das geplante Lagerfeuer musste wegen Waldbrandgefahr ausfallen.

Markt

 

Beim Markt konnten die Kinder ihre in der Zwergenwerkstatt hergestellten Gegenstände für die Goldnuggets „kaufen“. Um ausreichend Nuggets im Umlauf zu haben, gab es einen Glückspielstand, der mehr ausschüttete als einnahm. An weiteren Ständen wie „Trampolin springen“, „Bogen schießen“, „Schminken“, „Spieglein, Spieglein an der Wand“ und „Jukebox“ konnten die Nuggets umgesetzt werden.

Sehr gut angenommen wurde die Floßfahrt, haseabwärts. Da die Hase nur eine geringe Strömung hat, wurde jeweils nach einer Tour das Floß an der erreichten Anlegestelle festgemacht und am nächsten Tag von der nächsten Gruppe weiter benutzt.
Eine Gruppe fand eine richtige Flaschenpost, die später auch per Briefpost von uns beantwortet wurde.
Eine Gruppe wollte ein Schaf „retten“, dass allein am anderen Ufer von seiner Herde getrennt stand. Es wollte allerdings nicht mit aufs Floß. Als es durch die Hase getragen werden sollte, konnte es plötzlich schwimmen und schleppte die hilfsbereite Teamerin hinter sich her.
Es gelang während der 13 Tage nicht, von Haselünne aus Meppen zu erreichen. Die beiden zusätzlich mitgenommenen Kanus kamen nicht zum Einsatz.

Nachdem uns unsere Köchin Johanna verlassen hatte, weil ihr „Urlaub“ zuende war, musste vom Team gekocht werden, auch die Kinder mussten Tischdienst machen, und zwar die ganze Zeit!

Hier noch eine Auswahl der schönsten Bilder:

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