Zeltlager 2015 im Welfenhof

2015-08-23kurze Einweisung23.8.: Wir starten in Wendschott nach einer kurzen Einweisung zum Fahrradfahren in der Gruppe: Abstand halten, bremsbereit sein, aufpassen und „wir gelten im Verband als ein Fahrzeug!“
In den ersten sieben Kilometer sind 2015-08-23 kanns losgehensieben Stopps nötig, dann hat es sich einigermaßen eingespielt. Auf halbem Weg (wir sind über 30 Minuten verspätet) sammeln wir Lena ein, die aus Fallersleben zu uns stößt. Die verschiedenen Kilometerzähler zeigen unterschiedliche Fahrtstrecken an, es muss ständig gerechnet werden, wie weit wir noch fahren müssen, insgesamt ist die Strecke 23 Km lang.

IMG_20150823_Rast am KanalIm Welfenhof hat die Zeltgruppe vor uns schon alles abgebaut und macht nur noch das Haus sauber, sodass wir die Anhänger auspacken, die Zelte aufbauen und die Küche einrichten können. Mit reichlich Verspätung gibt es die Suppenpause, alle haben ihre Lunchpakete schon aufgegessen.

IMG_20150823_abwaschenZum Abendessen gibt es Nudeln mit Tomatensoße, sehr lecker und von Sören frisch zubereitet. Nach dem ersten Küchendienst spielen wir Kennenlernspiele und das Regel-1, 2 oder 3. Alle, die richtig stehen, bekommen in jeder Runde einen Lolli. Babu verspricht allen, die morgen beim Kiosk noch eine heile Tüte vorweisen können eine extra Süßigkeit (acht habens geschaftt!).
Der Tag schließt mit der Rückblickrunde, der Andacht und den Zeltgesprächen.

Foto 24.08.15 Rückfahrt von GF24.8.: Zunächst geht es nach Gifhorn, zur Stadtrallye. Hier sind viele Fragen zu IMG-20150901-WA0012kreativbeantworten, auch kreatives Zeichnen ist angesagt.Foto 24.08.15 GF-Rallye1Foto 24.08.15 GF-Rallye2

 

 

Die Zucchinipfanne ist der Renner, wieder von Sören mit frischen und regionalen Zutaten gekocht. Die Kartoffeln werden bis auf den letzten Rest verputzt.

Weil das Wetter gut ist fahren alle am Nachmittag zum Tankumsee und vergnügen sich am Strand, im Wasser und auf 11229975_am Tankumseeder Badeinsel. Abends gibts Sportspiele, Fußball und Wikingerschach.

25.8.: Der erste Thementag beschäftigt sich mit „regional, fair und saisonal“. Was das ist und warum das sowohl für Wissenschaftler als auch für Christen wichtig ist erklären wir im Gruppenraum mit passenden Liedern, Texten und Gesprächen. Danach gehts an die Praxis. Aus regionalen und saisonalen Kartoffeln werden Pommes geschnitzt und fritiert, IMG_20150825_125903Pralinenaus fair gehandeltem Kakao und Zucker werden Pralinen hergestellt und aus regionaler und saisonaler Sahne und Kräutern wird Kräuterbutter geschüttelt. Insbesondere die Butterstaffel bringt ein excelentes Ergebnis. Rührei, Pellkartoffeln und Quark mit der Kräuterbutter zum Mittagessen haben super Resonanz.

IMG_20150825_160638WaldgeländespielNachmittags fahren wir zu einem geeigneten Waldstück. Dort verteilen sich die Teamer, die Kinder müssen sie finden und an Stationen Aufgaben lösen, z.B. 10 Sachen finden, die nicht in den Wald gehören, drei verschieden Baumblätter bringen oder raten, welches Tier vorgestellt wird. Es ist eine Herausforderung, die Teamer zu finden. Mancher muss die Gruppe mit Handyklingeltönen anlocken, manche werden entdeckt, aber nicht wiedergefunden, fast könnte man Hänsel und Gretel spielen. Das Gelände ist unwegsam und Jan verletzt sich am Fuß.

2015-08-25 20.36.31Rettet100MurmelnAbends wird „Rettet die 100 Murmeln“ gespielt. Dazu wird eine Frage mit vier Antwortmöglichkeiten gestellt und die Gruppe muss alle Murmeln auf die richtige Antwort setzen. Ist sie unsicher, können sie auch auf bis zu drei Antworten verteilt werden. Nur die Murmeln, die richtig gelegt waren, bleiben der Gruppe für die nächste Runde erhalten. Alle Fragen beziehen sich auf das Thema, das wir den ganzen Tag behandelt haben. Und Jungenzelt vier gewinnt tatsächlich: nur sie konnten 8 Murmeln retten.

IMG_20150826_113947Pfeiferl26.8.: Vormittags wird in Workshops gearbeitet: eine Holzpfeife (Pfeiferl) herstellen, einen Papagei aussägen und anmalen, der nachher richtig auf einem Ast oder Leine sitzen kann und Freundschaftsbänder knüpfen sind die Angebote.

2015-08-26 13.00.27FrikadellenDa sich das gute Wetter vom Regen wieder erholt hat, können wir nach dem leckeren Mittagessen -Frikadellen, Kartoffelbrei und Blumenkohl (frisch zubereitet, sogar der Kartoffelbrei)- nachmittags Baden gehen. Abends gibts am Lagerfeuer Stockbrot und Marshmellows.

Foto 27.08.15 11 05 09WAS-127.8.: Der zweite Umwelttag. Diesmal beschäftigen wir uns mit Müll und was man daraus machen kann. Mit Mühe und Not erreichen wir das Entsorgungszentrum in Weyhausen fast pünktlich mit 15 Minuten Verspätung. Hier kann man viele interessante Dinge erfahren: Müll darf nicht mehr deponiert werden sondern muss IMG_20150827_112855WASsortiert und weiterbehandelt werden. Die große Mülldeponie muss noch jahrzehntelang überwacht werden und produziert Gas, mit dem Strom gewonnen wird. Die WAS sammelt auch Altkleider, aber es gibt viele unerlaubt aufgestellte Container. Die € 1000,- IMG_20150827_113346WASBelohnung, die auf den Fremdcontainern ausgelobt wird, gibt es nicht, man kann die Aufstellfirma nämlich nicht finden. Besonders interessant ist der Elektroschrott, da könnte jeder etwas schönes für sich mitnehmen, Joysticks, Oszilloskop, Telefon, -aber niemand darf  es. Der Chemiker beim Sondermüll hat schwarz lakierte Fingernägel („das dürfen auch Männer, wenn sie wollen, und Jungen auch“) und erklärt uns, das Energiesparlampen mit Schutzglaskolben sicherer sind als einfache. In seinem mobilen Container gibt es Feuerlöscher und eine 1. Hilfe-Box. Er ist nämlich auch ausgebildeter Ersthelfer, damit er bei Unfällen mit Schadstoffen gleich helfen kann. Und Lithiumionenakkus können brennen und müssen deswegen sicher gelagert werden. Foto 27.08.15 11 57 59WageZum Kompost, der aus den Bioabfällen gewonnen wird, gehen wir nicht, es ist zu weit. Er wird bis zu 80 Grad warm und tötet damit alle Keime. Man kann ihn im Sack oder lose kaufen. Die Gruppe wiegt zusammen 1420 Kg, wenn sie hochspringt bis zu 1870 Kg! Noch vor dem großen Regen schaffen wir es zum Welfenhof, aber dann regnet es bis zum nächsten Tag. Die Gemüsesuppe schmeckt trotz des Regens sehr gut.

IMG_20150827_175524upcyclingNachmittags werden aus gebrauchten Fahrradschläuchen Armbänder, Gürtel, Ketten, Handytaschen, Handyladehalter, Ringe, Stiftetuis, Bälle und vieles mehr genäht. Aus gebrauchten Fahrradketten lassen sich stylische Armbänder machen. Sogar ein Flaschenöffner kann aus einer Fahrradfelge hergestellt werden.

Abends sehen sich alle Wall E an, der Film ruckelt etwas wg. des Kopierschutzes.

Foto 28.08.15 11 45 32batiken28.8.: Vormittags wird gebatikt, mit nur zwei Farben kann man eine wahre Farbenexplosion erzeugen. Es wird weiter mit den Fahrradschläuchen gebastelt und die Papageien werden zu Ende bemalt. Zum Mittagessen gibt es Nudeln mit Brokkolisoße, von denen für die Teamsitzung zu wenig übrig bleiben.

IMG_20150828_163633isenbüttelAm Nachmittag fahren wir nach Isenbüttel. Dort bekommt jede Gruppe einen 10 Zoll Nagel und die Aufgabe, ihn gegen etwas besseres einzutauschen, Tauschketten sind möglich. Eine Jury aus Mitgliedern jeder Gruppe und ein Teamer entscheiden am Abend, welches Tauschergebnis das beste ist. Die Profis vom letzten Jahr machen sich sogleich auf den Weg, die andern etwas zögerlich auch. Aber die Ergebnisse sind umwerfend: Süßig- und Salzigkeiten (die seltsamerweise gleich abhanden gekommen sind), Model-Porsche, Betonmischer-LKW, elektrischer Korkenzieher, Radiowecker mit Batteriebetrieb und vieles mehr wurden eingetauscht. Einer Gruppe gelingt der Clou: ein Kaffee-Thermobecher wird gegen ein intaktes Jugendrad getauscht.

IMG_20150828_210651KnotenAbends wird Wikingerschach und Räuber und Gendarm gespielt und nachts ein Geländespiel. Zwei Gruppen sollen auf einem Rundweg gegeneinander gehen und aneinander vorbei schleichen, ohne das die andere Gruppe etwas davon merkt. Leider verliert die eine Gruppe den Weg und verläuft sich etwas, es kommt zu keiner Begegnung, aber alle hören sich gegenseitig, fangen Glühwürmchen, belauschen die Nacht, beobachten Sternschnuppen und schleichen durch den dunklen Wald und über vollmondhelle Wiesen und Wege, alles ohne Taschenlampe.

IMG_20150829_115401_stitchAndacht-web29.8.: Heute ist Ausschlaftag, erst um 10 Uhr gibt es Frühstück. Die Rückblickrunde und Andacht, die gestern wegen der Nachtaktion ausgefallen ist, wird heute nachgeholt. Mittags gibt es nur einen kleinen Snack, weil abends gegrillt wird: den Rest Gemüsesuppe und Griesbrei mit heißen Kirschen. Die Schokosoße ist verschwunden, bevor ich dran bin…

2015-08-29 20.35.36QuizIMG_20150829_205813Filmeraten

2015-08-29 21.13.09magicDoctor-web
2015-08-29 21.32.08Gruppe4-web
Am Nachmittag bereiten die Zeltgruppen Programmpunkte für das Abschlussfest vor. Ein Quiz und eine Rateshow werden entwickelt und Sketche geprobt. Abends werden Würstchen gegrillt und es gibt Kartoffel-, Nudel- und frischen Salat und Baguette. Das Showprogramm erleben wir im Gruppenraum. Dann werden am Lagerfeuer Pommes genossen. Auch der Rückblick und die Andacht werden am Lagerfeuer gefeiert.Segenskreis-web

30.8.: Packen und Abbauen und Saubermachen ist angesagt. Mit Schwierigkeiten passt alles wieder in die Taschen, manche Luft-Isomatte will sich partout nicht klein zusammenrollen lassen. Als alles gepackt ist werden die Zelte in die Sonne getragen, damit sie schneller trocknen. Alles bleibt sehr genau im Zeitplan, um 13 Uhr ist die Hotdogpause, danach Müllsammelkette. Foto 01.09.15 15 28 42Müllsammelkette2webPünktlich um 14 Uhr wird abgefahren. Die Gruppe teilt sich in eine schnellere und eine langsamere, dann wird nicht soviel Unsinn gemacht und es gibt weniger Beinahe-Unfälle. Zehn Minuten nach der vereinbarten Zeit trifft die schnelle Truppe bei der Eisdiele in Wendschott ein und muss dort dringend eine Pause machen. Die Eltern warten 300m entfernt noch 20 weitere Minuten. Dann kommt auch endlich das Gepäck und die zweite Gruppe, die Kinder schließen die Eltern glücklich in die Arme und umgekehrt.

Ein schöFoto 30.08.15 19 26 15Endenes Zeltlager ist zuende, dass nur möglich ist, wenn tolle Teamerinnen und Teamer mitmachen, vielen Dank an Babu, Lena, Lucas, Malena, Marvin, Rasmus, Sarah und Sören.

Gegen 21 Uhr ist endgültig Schluss und alles eingeräumt und wieder verstaut und auch das Team zu Hause.

 

 

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