Fahrt nach Taizé

Am 30. Juli machten sich insgesamt 3 Bullis aus Vorsfelde und Calvörde auf den über 1000 km langen Weg in das kleine französische Örtchen Taizé.

Bekannt ist Taizé nicht wegen seiner Größe, sondern wegen der Bruderschaft dort, welche fast das ganze Jahr internationale Jugendtreffen veranstaltet. In den Sommermonaten sind 5000 jugendliche Gäste auf dem Hügel in Taizé keine Seltenheit.

Beeindruckend ist nicht nur die Logistik, jede Woche (von Sonntag bis Sonntag) die wechselnden Gäste adäquat zu versorgen, sondern das Leben nach den Grundsätzen „Einfachheit, Barmherzigkeit und Freude“.

Anstehen zur Essensausgabe

Anstehen zur Essensausgabe.

Als die 22-köpfige Gruppe aus der Propstei Vorsfelde am Sonntagmittag auf dem Hügel ankam, hieß es erstmal anstellen fürs Essen … Bei 4000 Jugendlichen und 500 Erwachsenen eine manchmal nervige Angelegenheit, aber trotzdem immer eine der besten Gelegenheiten, Menschen aus aller Welt kennenzulernen. Nach dem Zelte aufschlagen bei angenehmen Temperaturen hieß es gegen Abend erstmal „Gottesdienst“.  Für manche ist ein Gottesdienst eine langweilige Sache, aber die Gottesdienste in Taizé mit den meditativen Gesängen, der Stille und den besonderen Gebeten will man nach einer bestimmten Zeit nicht mehr missen.

Zeltplatz mit Blick auf Burgund

Zeltplatz mit Blick auf Burgund.

Ein typischer Tag in Taize läuft in der Regel strukturiert ab und langweilig wird einem nie. Nach dem Morgengebet gibt es ein kleines Frühstück, anschließend hat man je nach Gruppe eine Bibeleinführung oder eine Arbeit, der man nachgeht (es ist unglaublich, aber die Arbeit macht immer Spaß – auch der Klodienst 😉 ).

 

Quelle St. Etienne

Quelle St. Etienne.

Nach dem Mittagessen kann man zum Chor gehen, zur Quelle oder die Gegend erkunden. Am Nachmittag gibt es dann wieder ein Programm, wie Bibeleinführung, Gesprächgruppen etc. Danach werden an den meisten Tagen Workshops angeboten, welche auch immer gut besucht sind und sich mit alltäglichen Fragen beschäftigen (z. B. Vorurteilen, Leben mit anderen Religionen u. a.).

Besonders prägend ist bei diesem Leben in Einfachheit das Gemeinschaftsgefühl, denn man ist nie allein in Taizé, egal ob beim Essen, Arbeiten oder Beten. Trotz des Trubels, der permanent um einen ist, kann man sehr gut zur Ruhe kommen und in sich einkehren, egal ob im Gottesdienst, an der Quelle oder einfach im alltäglichen Leben.

Artikel aus der WN vom 17.8.2011

Artikel aus der WN vom 17.8.2011

Das Faszinierende ist, dass diese Jugendtreffen durch die Mitarbeit der Gäste organisiert wird und die Brüder dort wenig bei den „Alltagsarbeiten“, wie Essen austeilen, Sanitäranlangen reinigen oder Gottesdiensträume vorbereiten erledigen müssen, sondern sich um ihre Arbeit in den Werkstäten etc. kümmern können, denn sie nehmen keine Spenden an und leben nur von den Sachen, die sie selbst herstellen (beispielsweise Töpferwaren, Kreuze, Bücher, etc.) und verkaufen.

Leider hieß es am Sonntagmorgen nach dem Gottesdienst wieder Abfahrt nach Hause. Viele schöne Eindrücke bleiben den meisten aber in Erinnerung und die nächste Taizéfahrt kommt bestimmt. Nicht nur die Internationalität und das Gemeinschaftsgefühl beeindruckte dabei die Teilnehmer, sondern auch die Besinnung auf einfache, „herkömmliche“ Dinge, wie dem Essen, das Duschen, uvm. hinterließen Begeisterung.

Über Sören

seit 2007 Teamer, Vorsitzender der Propsteijugend, Student an der Uni Göttingen
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1 Antwort zu Fahrt nach Taizé

  1. Jochen sagt:

    Hallo Sören,
    das ist ein schöner Artikel. Ich habe noch den Zeitungsartikel dazu eingestellt, da ist auch noch ein schönes Foto drin.

    Viele Grüße, Jochen

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