Filmentdeckung beim Kirchentag

Pressefoto, (©Joachim Gern)

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In der Abendreihe „Endlichkeit” wurde beim Kirchentag ein Dokumentarfilm gezeigt, der mich sehr bewegt hat: Wiedersehen mit Brundibar

Kurz würde ich ihn als „deutschen „Freedomwriters” als Dokumentarfilm” charakterisieren.

Mitglieder der Jugendtheatergruppe der Berliner Schaubühne bereiten sich auf ihr nächstes Stück vor. Sie haben alle eine „Vergangenheit”, mussten selbst Erfahrungen mit Gewalt, Intoleranz oder Missbrauch machen und überlegen, die Kinderoper Brundibar aufzuführen. Brundibar wurde im Ghetto Theresienstadt uraufgeführt und von den Nazis missbraucht, um der Welt die Zustände im KZ zu verschleiern.

Als die Jugendlichen nach Theresienstadt reisen, geraten sie langsam in den Sog der Geschichte, die sie bisher so herzlich wenig interessierte. Das liegt nicht zuletzt an ihrer Mitreisenden Greta Klingsberg, einer charismatischen alten Dame aus Israel, die eine der wenigen Überlebenden der Originalbesetzung von „Brundibár” ist und den Jugendlichen die Scheu vor den Schrecken der Vergangenheit nimmt. Schnell wird klar, dass sie mehr verbindet, als ihnen bewusst war.

Ein toller Film, der noch viel bekannter werden muss!

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