Ohne DiakonInnen ist alles doof.

„Ohne DiakonInnen ist alles doof.“-Handzettel

Unter diesem Motto organisiert die Evangelische Jugend der Landeskirche Braunschweig immer wieder Protestaktionen. Hintergrund ist der Beschluss der Landessynode vom November 2010, der eine massive Stellenkürzung bei den DiakonInnen- und PfarrerInnenstellen bis 2020 vorsieht.
Unter anderem wird mit einem Handzettel auf mögliche Konsequenzen, zum Beispiel die Schwächung der Jugendarbeit – und damit Schwächung der Landeskirche – hingewiesen.

Bei der letzten Synodensitzung am 14. Mai in Goslar trafen sich Haupt- und Ehrenamtliche der gesamten braunschweigischen Landeskirche, um die Synodalen zu einer erneuten Diskussion des genannten Themas zu bewegen. Außer den verteilten Flugblättern wurden Lieder wie „Damit ihr Hoffnung habt“ gesungen, um mit Nachdruck den allgemeinen Unmut auszudrücken.

Dabei wurde Folgendes formuliert:

  1. Wir fordern die Korrektur der geplanten überproportionalen Kürzungen der Diakoninnen- und Diakonstellen in der Landeskirche.
  2. Wir fordern weiterhin Diakoninnen und Diakone als Berufanfänger einzustellen und ein Konzept zu entwickeln, wie dies unter den zukünftigen Bedingungen geschehen kann.
  3. Wir fordern die Aufnahme der Priorität „Ausbau einer kinder- und jugendfreundlichen Kirche“.

Da der Tagungsort begrenzte Plätze bot, wurde die Sitzung über Lautsprecher übertragen und konnte vor dem Raum verfolgt werden. Während alle mit großer Spannung auf „unseren“ Tagesordnungspunkt warteten, verteilten wir belegte Brötchen.
Schlussendlich wurde der Fehler, dass eine erneute Bestandsaufnahme nicht nur bei den PfarrerInnen-, sondern auch bei den DiakonInnenstellen durchgeführt werden muss, eingesehen. Im Jahr 2015 sollen die benötigten Stellen anhand der vorhandenen Kirchenmitgliedern neu kalkuliert werden.

Der neue Leiter der theologischen Abteilung Thomas Hofer sicherte zu, dass die Stellenreduzierung ohne betriebsbedingte Kündigungen umgesetzt werden würden: „Betriebsbedingte Kündigungen schließen wir aus.“ Außerdem sagte Hofer, dass die Jugendkammer in die Konzeptentwicklung mit eingebunden werden könne, „wenn die Synode das wünscht“. Bei drei Enthaltungen hat die Synode dann dafür gestimmt.

Dies ist zwar nicht der gewünschte Erfolg, aber immerhin ein Lichtblick, was die Zukunft der Evangelischen Jugend und der Kirche allgemein betrifft.

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